 | Glynis Ridley erzählt in ihrer wunderbaren Geschichte vom ersten großen europäischen Event des 18. Jahrhunderts. 1741 brachte ein einfallsreicher holländischer Kapitän ein junges weibliches Rhinozeros von Indien nach Europa. Siebzehn Jahre reiste er mit seinem Nashorn Clara durch ganz Europa. Und seine Schautour wurde ein überwältigender Erfolg, Clara wurde ein Star, bewundert von allen, von den einfachen Leuten bis zu den Königen Friedrich II. und Ludwig XV. Sie inspirierte Gedichte, Lieder und Moden. Jean-Baptiste Oudry malte ein lebensgroßes Porträt von Clara, das ab dem 12. April im Museum in Schwerin in der Ausstellung „Oudrys gemalte Menagerie“ zu sehen ist. 1741 brachte ein einfallsreicher holländischer Kapitän ein junges weibliches Rhinozeros von Indien nach Europa, wo es große Berühmtheit erlangen sollte.
Siebzehn Jahre reiste Kapitän Van der Meer mit seinem Nashorn Clara durch ganz Europa. Für das drei Tonnen schwere Tier hatte er ein spezielles Fuhrwerk bauen lassen, das von acht Pferden gezogen wurde. Die Stationen seiner Reise waren unter anderem Brüssel, Hamburg, Berlin, Dresden, Basel, Paris, Marseille, Neapel, Rom und London. Die Ausstellungstour wurde ein überwältigender Erfolg, Clara wurde ein Star, bewundert von allen, von den einfachen Leuten bis zu Friedrich dem Großen, Kaiserin Maria Theresia und Ludwig XV. Sie inspirierte Gedichte, Lieder und Moden. Und sie wurde auf Münzen und edlem Porzellan verewigt. Der Naturforscher Buffon studierte sie und Jean-Baptiste Oudry malte ein lebensgroßes Porträt, das auch als Vorlage für eine Zeichnung in Diderots Encyclopédie diente. Am 14. April 1758 starb Clara im Alter von etwa 20 Jahren in London.
Dieses erste europäische Event des 18. Jahrhunderts erweckt Glynis Ridleys in ihrer wunderbaren Geschichte über Claras Grand Tour zu neuem Leben.
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