 | Heimat boomt. Ihre Allgegenwart markiert das Grundrauschen der gesellschaftlichen Rechtsentwicklung. Kein Begriff siedelt so nahe an der Volksgemeinschaft wie dieser. Er gehört den Rechten und ist ohnehin nur Platzhalter in einer Zeit, in der »Blut und Boden« so ohne Weiteres nicht mehr propagiert werden kann.
Dieses Buch seziert aktuelle Ausformungen und affirmative Autoritäten wie etwa Ernst Bloch, Kurt Tucholsky, Johannes R. Becher. Der Autor zügelt dabei seinen Hass auf die »Gemütlichkeit« keineswegs. Was Negation verdient, wird von jenen »Linken«, die notorisch noch den letzten Dreck nicht den Rechten überlassen wollen, dem alternativen Gebrauch zugeführt. So alternativ ist der oft aber nicht: Die Gleichsetzung des Menschen mit nicht umpflanzbaren Bäumen; die unentrinnbare Prägung durch Herkunft; die Liebe zur Gebietskörperschaft, Brauchtum und Eckkneipe; der Kampf gegen die Fremden und das Fremde; die Abscheu vor dem Zersetzenden; all das findet sich auch im »linken« Heimatdiskurs.
Heimat boomt. Ihre Allgegenwart markiert das Grundrauschen der gesellschaftlichen Rechtsentwicklung. Kein Begriff siedelt so nahe an der Volksgemeinschaft wie dieser. Er gehört den Rechten und ist ohnehin nur Platzhalter in einer Zeit, in der »Blut und Boden« so ohne Weiteres nicht mehr propagiert werden kann.
Dieses Buch seziert aktuelle Ausformungen und affirmative Autoritäten wie etwa Ernst Bloch, Kurt Tucholsky, Johannes R. Becher oder den vorgeblichen Erneuerer des Heimatfilms, Edgar Reitz. Der Autor zügelt dabei seinen Hass auf die »Gemütlichkeit« keineswegs.
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