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![]() | Walter Tischer Begebenheiten von 1933 Erinnerungen an Freud und Leid im Jahre 1933 geschrieben in der Zelle 273 der Gefangenenanstalt II zu Dresden Herausgegeben von Antje Tischer Typographiert, gestaltet und mit zeitgenössischen Quellen ergänzt von Rhavin Grobert 144 Seiten, 83 Abbildungen EUR 15.00 SFr ISBN 978-3-89458-314-9 Erscheinungstermin: 28. Mai 2026 |
| Walter Tischer wächst in Ebersbach/Sachsen direkt an der böhmischen Grenze auf. Als im März 1933 die schicksalhafte Reichstagswahl statt findet, will er die Bevölkerung aufrütteln und verteilt im Schutz der Dunkelheit Flugblätter mit Freunden. Bald schon riegeln die neuen Machthaber auf der Suche nach Angehörigen von SPD und KPD den gesamten Ort ab, doch Walter Tischer gelingt es unterzutauchen. In seinem Versteck erfährt er vom Tod eines Genossen und den ständigen Durchsuchungen bei ihm zu Hause. Um seinem Sohn weiteres Leid zu ersparen, stellt er sich freiwillig der Polizei und wird in »Schutzhaft« genommen. Er wird einer der ersten Inhaftierten auf Schloss Hainewalde, dass jedoch nach wenigen Wochen so überfüllt ist, dass Tischer bereits nach 6 Wochen zusammen mit 70 weiteren Männern entlassen wird.
Doch während Walter die wiedergewonnene Freiheit zu genießen beginnt, holt ihn die Vergangenheit ein: man überreicht ihm den Haftbefehl des Oberlandesgerichtes Dresden wegen gemeinschaftliche Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens. Nun wartet er im Untersuchungsgefängnis „Mathilde“ auf den Urteilsspruch und reflektiert die Ereignisse dieses schicksalhaften Jahres und muss dabei zusehen, wie Deutschland weiter vom Faschismus ergriffen wird.
Am 20. Dezember 1933 verkündet das OLG Dresden das Urteil: 1 Jahr und 8 Monate Gefängnis.Das um viele zeitgenössischen Dokumente, Zeitungsartikel, Fotografien und dem Urteil im Wortlauf ergänzte Buch zeichnet das Schicksal Walter Tischers und seiner Mitangeklagten im Jahr 1933 nach.
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